Lehrerbildung - Projektbschreibung
Die demographische Herausforderung für Brandenburg wird vielfach publiziert und ist bekannt. In den nächsten Jahren werden auch die Unternehmen die Folgen der Geburtenrückgänge spüren. Somit rückt ein Fachkräftemangel auch in Brandenburg in greifbare Nähe. Ohne Fachkräfte ist Wirtschaftswachstum nicht möglich. Deshalb ist eine rechtzeitige einsetzende systematische Berufs- und Studienorientierung für Schüler und Unternehmen von äußerster Dringlichkeit.
Nunmehr zum dritten Mal haben wir den Zukunftstag des Landes Brandenburg aktiv begleitet und Unternehmen sowie Schulen zum Mitmachen motiviert. Über 600 Schnupper-Plätze stellten die Unternehmen der Region zur Verfügung, aber nur 240 wurden von Jugendlichen genutzt. Auch beim Tag des offenen Unternehmens präsentierte sich die regionale Wirtschaft aktiv. Wir als AK Schule-Wirtschaft hätten uns gewünscht, dass noch mehr Bürger und auch Jugendliche der Region die zahlreichen Angebote der Unternehmen in Anspruch nehmen.
Aus den Erfahrungen der letzten Monate resümieren wir, dass die Wirtschaft ihre „Hausaufgaben“ macht, aber die Schulen z.T. überfordernd sind, den Schülern die Wirtschaft näher zu bringen. Deshalb sehen wir in der Fortbildung der Pädagogen eine wichtige Aufgabe bei der Berufs- und Studienorientierung an den Schulen. Pädagogen sollen die Möglichkeit bekommen, in direkten Erfahrungsaustausch mit den Entscheidungsträgern in der Wirtschaft zu treten.
Unser Vorschlag: Unternehmen könnten durch Führungen in ihren Einrichtungen und durch die Vermittlung von Berufsbildern den Arbeitskreis Schule-Wirtschaft in seinem Anliegen unterstützen. Die Unternehmer haben die Möglichkeit die Pädagogen über die am Markt agierende Wirtschaft zu informieren und sie mit verschiedenen Berufsbildern vertraut zu machen.
Ziel dieser Weiterbildung soll die Verbesserung der Berufsorientierung und damit eine Stärkung der Ausbildungsfähigkeit der Schüler sein.
An der Veranstaltungsreihe zur Weiterbildung für Pädagogen beteiligen sich derzeit 12 Unternehmen. Das Bildungsministerium und das Staatliche Schulamt Frankfurt/Oder sind nach Anfrage des Arbeitskreises bereit, die Fortbildung für die Lehrer staatlich anzuerkennen. |